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marescot discussion

Wie spielt man richtig Gitarre? So ganz einig scheint man sich da auch früher nicht gewesen zu sein. Zumindest scheint die Darstellung  „La Discussion“ von Charles de Marescot diesen Eindruck hier anzudeuten. Gezeigt wird das Geschehen nach einem Gitarrenkonzert in einem Pariser Salon um 1850.

Nun gut, ganz so schlimm muss es ja beim Gitarrespielen nicht immer werden. Nur ist da vielleicht kein anderes Instrument, das von Musikern unterschiedlichster Stile und Epochen, einmal seinem wunderbaren Klang verfallen, so vehement vereinnahmt wird wie die Gitarre. Mit ihrer mehr als viertausendjährigen Entwicklunsgeschichte ist die Gitarre heute ein lebendiges Instrument mit enorm vielen spielerischen Möglichkeiten. Gehalten auf dem linken oder rechten Bein, mit oder ohne Fußbank, oft auch umgehängt am Gurt; gespielt mit Plektrum, Fingerkuppen oder -nägeln: sie ist das Instrument mit einer unvergleichbar reichen musikalischen Offerte. Mit ihren vielfältigen Bauformen und sechs bis zwölf Nylon-, Darm, Carbon- oder Stahlsaiten ist sie virtuos in den meisten Stilrichtungen zu Hause: Pop, Rock, Flamenco und Jazz wären ohne sie kaum vorstellbar. Und als Konzertgitarre interpretiert sie nuanciert und farbenreich die klassische Musik.

Jan Westerhaus, Gitarrenmusik, Gitarrenunterricht, Celle, Bissendorf/WedemarkDie klassische Konzertgitarre ist auch das maßgebliche Instrument für den Elementarunterricht und die Vermittlung der unterschiedlichen Spieltechniken von der Renaissance bis heute. Sie lässt sich ab dem sechsten Lebensjahr erlernen, verlangt dabei – wie jedes Instrument – Geduld und Kontinuität, belohnt aber mit dem Zauber ihrer unvergleichlichen Klänge.

 

 

Fernando Sor (1778-1839) Etude in Es-Dur Andantino, op. 29, Nr. 10 (Ausschnitt)